Saul Carassale bei Dreharbeiten in Grönland

Mein Name ist Sara Bonatti (46). Gemeinsam mit meinem Kollegen Saul Carassale (48) erstelle ich Berichte für italienische Fernsehsender. Während Saul der Kameramann in unserem Team ist, bin ich zuständig für den Schnitt.

Wir arbeiten als unabhängiges Team und drehen und schneiden hauptsächlich Dokumentarfilme und regionale Werbespots. Unser Zeitplan ist oft sehr eng, und wir sind auf eine schnelle und stabile Schnittlösung angewiesen, um nicht durch technische Probleme oder Kompatibilitätsfragen aufgehalten zu werden. EDIUS ist daher seit vielen Jahren die Schnittlösung unserer Wahl. Und obwohl ich von Zeit zu Zeit andere Lösungen wie Adobe Premiere und DaVinci Resolve teste, haben sie sich nicht als Alternative erwiesen. EDIUS ist einfach die perfekte Lösung für unsere Anforderungen und einen schnellen Workflow.

Je nach Thema drehen wir vielleicht ein paar Tage in Grönland und reisen kurz darauf nach Dubai, um von dort über den Stapellauf eines neuen Kreuzfahrtschiffs zu berichten - wie im November letzten Jahres. Unterschiedliche Aufträge erfordern unter Umständen völlig unterschiedliche Kamera-Setups, was zu einer Vielzahl unterschiedlicher Dateiformate führt. Manchmal füge ich auch bereits vorhandenes Unternehmensmaterial, Grafikanimationen oder anderes Bildmaterial dem Projekt hinzu.

Ohne technische Einschränkungen
Mit EDIUS gelingt dies ohne Einschränkungen. Ich musste noch nie irgendeine Art von Quellmaterial konvertieren. Ich kann jeden Kameratyp, jeden Codec und jeden Dateityp verwenden, ohne transkodieren zu müssen. Und ich kann sogar automatisch verschiedene Frameraten und Auflösungen in einer Timeline mischen.

EDIUS ermöglicht es uns, so schnell und vielseitig zu sein, dass wir uns voll und ganz auf den kreativen Prozess konzentrieren können. Es ist sehr praktisch, mit EDIUS einen schnellen Rohschnitt erstellen zu können, so dass wir bereits kurz nach dem Dreh einen ersten Eindruck vermitteln können. Manchmal nutzen wir das, um den an der Produktion beteiligten Personen eine schnelle Vorschau und einen Einblick in das Projekt zu geben.

EDIUS ist selbst auf Standard-Hardware schnell, da das Programm Hardwareressourcen wie Intel QuickSync sehr effizient zur Beschleunigung verwendet. Ich kann ein komplexes Projekt sogar auf einem Notebook bearbeiten. Wann immer die Echtzeit-Wiedergabe zu stottern droht - wegen der vielen Videospuren oder der außergewöhnlich hohen Datenraten – lässt sich die Vorschauqualität reduzieren. Wenn ich ein UHD-Projekt bearbeite, merke ich auf meinem Notebook-Bildschirm nicht einmal eine geringere Qualität. Und natürlich wird das Projekt immer in voller Auflösung und Qualität exportiert.

Ideale Lösung für einen ultraschnelle Turnaround
Ich bin sehr zufrieden mit der neuen Hintergrund-Rendering-Funktion in EDIUS X. Jetzt kann ich die Bearbeitung in der Timeline fortsetzen, während ein bereits fertiggestellter Abschnitt von EDIUS X als Hintergrundjob exportiert wird. Das macht EDIUS X zu einer idealen Lösung für ultraschnelle Turnarounds.

Die neuen Audiokorrekturfilter in EDIUS X haben sich ebenfalls als sehr nützlich erwiesen. Mit ihnen lassen sich typische Audioprobleme schnell lösen, zum Beispiel die Reduzierung des Nachhalls.

Während wir in der Vergangenheit verschiedene ENG-Broadcast-Camcorder verwendet haben, sind wir aus gestalterischen Gründen bald auf DSLM-Kameras wie die Panasonic GH5s umgestiegen. Da EDIUS alle Aufnahmemodi nativ unterstützt, können wir frei wählen, was unseren Anforderungen optimal entspricht. Und mit EDIUS können wir auch die erweiterten Farbräume wie V-LOG und HLG voll ausnutzen. Der primäre Farbkorrekturfilter kann das Bild dann automatisch in den gewünschten Zielfarbraum wie Rec.709 konvertieren und so den großen Dynamikbereich der Kamera voll ausnutzen.

Mit EDIUS erleben wir keine Limitierungen oder Probleme. Ich weiß, dass ich problemlos neue kreative Ideen ausprobieren kann, weil EDIUS mich nie ausbremst. Wir haben sogar mehrere Preise für die künstlerische Umsetzung unserer Arbeiten gewonnen.

Neben TV-Formaten haben wir an mehreren Low-Budget-Dokumentarfilmen wie diesem für die Fondazione Leonardo gearbeitet: Di padre in figlio - Documentario Archivio storico OTO Melara (Vom Vater zum Sohn - Dokumentarfilm Historisches Archiv OTO Melara).

Neben anderen Wettbewerben wurden wir auch mit dem Preis des "Festival du cinemà de Paris" für unsere Produktion "In the garden's mind" ausgezeichnet, die für die Schauspielerin Elisabetta Vittoni erstellt wurde.

Leistungsstark und einfach zu erlernen
Zurzeit arbeiten wir an der neuen Ausgabe von Mondo Crociera, einem italienischen TV-Kanal, der über spannende Orte auf der ganzen Welt berichtet. In einer der ersten Folgen werden wir über den Stapellauf des neuen Kreuzfahrtschiffs MSC VIRTUOSA berichten, der Ende November in Dubai stattgefunden hat.

EDIUS ist nicht nur sehr leistungsfähig, sondern auch einfach zu erlernen. Ich empfehle EDIUS oft anderen Filmemachern, und ich höre sehr positive Rückmeldungen.


Acun Medya ist ein international führendes Produktionsunternehmen mit Hauptsitz in der Türkei. Weltweit werden mit mehr als 230 EDIUS-Schnittplätzen über 3000 Stunden an Primetime-Content produziert. Ein leistungsfähiges globales Netzwerk (verbunden über Glasfaser) und eine Schnittlösung, die diese Ressourcen voll ausschöpfen kann (EDIUS), bilden die Voraussetzung für Acun Medyas höchst effektiven und ultraschnellen Workflow. In unserer aktuellen EDIUS User Story berichten uns Produzenten und Redakteure von Acun Medya von ihren Erfahrungen mit EDIUS.

Die Berliner Philharmoniker genießen weltweiten Ruhm. Und mit rund 40 Konzertprogrammen und mehr als 130 Konzerten pro Jahr ist das Orchester auch besonders produktiv. Für das Media-Team der Berliner Philharmoniker erfordert dies maximale Effizienz in der Vor- und Nachbereitung, denn die Konzerte werden live gestreamt und stehen den Abonnenten der Digital Concert Hall bereits wenige Tage später in der hauseigenen Mediathek zur Verfügung. Beim Streaming, dem Videoschnitt und der Video-Postproduktion setzen die Berliner seit vielen Jahren erfolgreich auf Grass Valley EDIUS.

Die Geschichte der Berliner Philharmoniker reicht bis in das Jahr 1882 zurück und die Namen der Dirigenten und Solisten sind legendär. Bereits 2006 beschließen die Berliner Philharmoniker einen für die damalige Zeit visionären Schritt. Das Ensemble beschließt, die Konzerte in optimaler Bild- und Tonqualität künftig in Eigenregie zu produzieren und via Internet zu übertragen.

Acht stationäre Kameras
BU: Acht stationäre Kameras im Saal der Berliner Philharmonie

Dazu wurde sowohl der Saal der Berliner Philharmonie um acht stationäre Kameras und Regietechnik auf Broadcastniveau aufgerüstet als auch die Entwicklung einer App für die verschiedensten Soft- und Hardware-Plattformen gestartet.

Das Angebot der „Digital Concert Hall“ erlaubt es seitdem Musikliebhabern weltweit, Konzerte und Dokumentationen der Berliner Philharmoniker unter anderem auf PCs und Tablets, Smart-TVs, via Apple-TV oder Amazon Fire-TV und zu besonderen Anlässen sogar in ausgewählten Kinos zu erleben.

Durch den Erfolg der „Digital Concert Hall“ konnten die Berliner Philharmoniker stetig wachsende Erlöse generieren. Und dies entgegen dem Trend branchenweit rückläufiger Umsätze im traditionellen Tonträgermarkt.

Broadcast-Technik auf höchstem Niveau

„2008 hat uns die Welt mit der Schlagzeile “Die Berliner Philharmoniker spielen für 10 Euro im Internet” sogar auf ihre Titelseite gebracht“ erinnert sich Christoph Franke, der als Klangregisseur und Creative Producer die Entwicklung der „Digital Concert Hall“ von Beginn an mitkonzipiert und begleitet hat.

die Welt
BU: Auf der Titelseite der „Welt“: “Die Berliner Philharmoniker spielen für 10 Euro im Internet”

Ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Deutschen Bank, dem Sponsoring von Broadcast-Herstellern wie Sony und später Panasonic verfügen die Berliner Philharmoniker über eine Kamera- und Studiotechnik auf höchstem Niveau, die regelmäßig aktualisiert wird. 2008 nahm das Team um Christoph Franke den regulären Produktionsbetrieb mit Sony HD-Kameras im Format XDCAM 422 auf. Vor gut zwei Jahren wurden die Kameras, nun von Panasonic, sowie die Postproduktion und Regietechnik auf 4K aufgerüstet. Das Videosignal der acht stationären 4K-Kameras wird jeweils per SDI-Quadlink in die Studioregie übertragen und von dort als AVC Ultra in den Serverraum, so die Signale pro Kamera als AVC Ultra in 800 Mbit/s aufgezeichnet werden.

EDIUS kommt in dem Workflow der Philharmoniker gleich mehrfach zum Einsatz. „Während des Livestreamings nutzen wir EDIUS in Kombination mit VisTitle, um Titel und Untertitelungen einspielen zu können. Die Performance von EDIUS wird hier ideal ergänzt durch die vielfältigen Gestaltungmöglichkeiten, die VisTitle uns bietet.“

EDIUS kombiniert mit VisTitle

Konkret müssen zum Beispiel komplexe Vorgaben des Corporate Designs exakt umgesetzt werden. Dazu ist es erforderlich, unterschiedliche Schriftarten oder auch Schriftgrößen innerhalb einer Zeile kombinieren zu können. „VisTitle bietet diese Möglichkeit und auch das Handling von SRT-Dateien zur Untertitelung funktioniert perfekt“ erläutert Christoph Franke.


BU: Klangregisseur und Creative Producer Christoph Franke am EDIUS-Schnittplatz

Ist das Konzert beendet, beginnt für das Postproduktions-Team die eigentliche Arbeit. Schließlich soll die Aufzeichnung, die in der Mediathek der Berliner Philharmoniker für die Abonnenten dann abrufbar sein wird, höchste Qualitätsansprüche erfüllen.

In einem ersten Schritt wird die live gemischte Audio-Stereo-Spur mit einem komprimierten Videosignal exportiert. Während des Audioschnitts dient das Videobild allein zur Prüfung der Synchronizität von Audio und Video.

Bereits vor dem eigentlichen Konzert zeichnet das Media-Team regelmäßig auch die beiden Proben auf. „Gelegentlich bittet uns ein Musiker, für die finale Fassung ersatzweise einen Part aus der Probenaufzeichnung zu verwenden“ erläutert Christoph Franke. „Je nach Länge der Sequenz tauschen wir dann entweder nur den Audio-Part oder auch Audio und Video gesamt aus.“

Bildregisseur
BU: Bildregisseur Robert Gummlich erläutert die Abläufe in der Studioeregie

Oder aber das Team stellt bei der Prüfung der Aufzeichnung fest, dass ein Störgeräusch, wie zum Beispiel Husten im Publikum, zu hören ist. „Dann können wir dieses Geräusch durch Spectral Cleaning maximal reduzieren.“

Tonschnitt und Optimierung werden mit einer spezialisierten Audio-Softwarelösung durchgeführt. Sobald die Audio-Bearbeitung abgeschlossen ist, wird in EDIUS weitergearbeitet. Die Original-Tonspur wird in EDIUS durch die bearbeitete Audiofassung ersetzt.

Das Drehbuch zum Konzert

Jedem Konzert geht eine aufwändige Planung voraus. Die Bildregisseure notieren in der Partitur wie in einem Drehbuch exakt den Zeitpunkt für den gewünschten Umschnitt. Jede Einstellung der acht Kameras – gelegentlich kommt noch eine neunte Kamera auf einem Stativ im Saal hinzu – ist mit der Benennung einer Presetnummer exakt definiert.


BU: Die Partitur ist das Drehbuch für die Umschnitte

„Durch dieses exakte Drehbuch und das eingespielte Team in der Liveregie sind tatsächlich eher wenige Änderungen der Schnittfolge in der Videonachbearbeitung notwendig“ erläutert Christoph Franke. „Aber natürlich passiert es schon einmal, dass ein Musiker in dem Moment, in dem auf ihn umgeschnitten wurde, noch gar nicht spielt oder auch die Schärfe nicht perfekt stimmt.“

In EDIUS stehen dem Team deshalb sämtliche Videospuren aller an der Aufzeichnung beteiligten Kameras zur Verfügung. „Dank der Multicam-Funktion können wir die Umschnitte bei Bedarf anders timen oder auch eine andere Kameraquelle wählen.“

Echtzeitwiedergabe im Multicam-Modus

Die gleichzeitige Wiedergabe der bis zu neun Videospuren mit jeweils 800 Mbit/s Datenrate ist dank EDIUS kein Problem und jederzeit möglich, da die Wiedergabeauflösung bei Bedarf reduziert werden kann. „Für uns ist das ein Vorteil, den wir sehr schätzen. Denn die Wirkung und das Timing von Schnitten in Verbindung zur Musik lässt sich nur beurteilen, wenn die Wiedergabe in Echtzeit erfolgen kann“ sagt Franke.


BU: EDIUS im Multicam-Modus ermöglicht die Wiedergabe in Echtzeit

EDIUS-Tools wie der Layouter und die Primäre Farbkorrektur erlauben schnelle Korrekturen einer Einstellungsgröße oder eines Framings. Belichtung und Weißabgleich können ebenso intuitiv korrigiert und angeglichen werden.

Das Master: 800 Mbit/s Videodatenrate und 98 KHz 24 bit Audio

Der Workflow der EDIUS Postproduktion ist ganz darauf abgestimmt, eine optimale und damit zukunftssichere Qualität von der Aufnahme über die Bearbeitung bis hin zum exportierten Master in möglichst kurzer Zeit zu erhalten. Christoph Franke: „Um die originale Qualität zu erhalten, exportieren wir im Format AVC-Ultra mit 800 Mbit/s, also exakt dem Format, dass wir auch zur Aufnahme nutzen. Dank der Smart-Render-Funktion, rendert EDIUS allein die kurzen Momente neu, bei denen wir Änderungen im Bild vorgenommen haben. Dies sind dann vielleicht nur fünf Minuten eines insgesamt 2 ½ stündigen Konzertprogramms. EDIUS kann also die finale Masterdatei mit 4K HDR HLG 800 Mbit/s Videodatenrate in 50pund 96 KHz 24-bit Audio Samplerate in einem Bruchteil Zeit exportieren, die sonst erforderlich wäre.  

EDIUS Support und Feature Wünsche

Christoph Franke: „Wir haben das Glück, dass wir mit EDIUS nicht nur eine extrem performante und stabile Video-Schnittlösung gefunden haben, sondern auch einen sehr leistungsfähigen Support, der noch dazu in direktem Austausch mit dem EDIUS-Entwicklungsteam in Kobe in Japan steht.“

Innerhalb von maximal 48 Stunden erhielten die Berliner stets die gewünschte qualifizierte Auskunft – und in besonderen Fällen etwas später auch eine Programmanpassung oder Erweiterung passgenau für die gewünschte Anwendung.

So war bei dem aus Qualitäts- und Performancegründen gewünschtem AVC-Ultra-Export ursprünglich nur eine Ausgabe in mehrere 4 GB große Dateien möglich, was absolut konform zu den P2-Spezifikationen durch Panasonic war. „Für unsere Anwendung zur Ausspielung der Master-Datei mit einer Größe von bis zu 800GB machte diese durch P2 vorgesehene Stückelung allerdings keinen Sinn“ erinnert sich Franke. „Deshalb baten wir den EDIUS Support um Prüfung und Unterstützung“.

Support und Entwicklerteam nahmen sich der Sache an. Seit der Version EDIUS 9.3 profitieren nun alle EDIUS 9 Workgroup Anwender von den erweiterten Möglichkeiten. XAVC Intra 4K und AVC Ultra 4K lassen sich seitdem im MXF Container ohne Beschränkung der Dateigröße als eine zusammenhängende Datei exportieren. Darüber hinaus wurde der AVC Ultra MXF Exporter um HDR Metadaten und weitere Audioeinstellungen erweitert. Christoph Franke: „Damit wurde uns gleich noch ein weiterer Wunsch erfüllt, denn tatsächlich produzieren wir in 4K HDR mit Hybrid Log Gamma“.

Zentrales Rendering über den XRE-Transcoder Server  

Ergänzend zum Konzert-Master erstellt das Media-Team mit EDIUS auch Trailer für die Social Media Kanäle der Philharmoniker. „Und zusätzlich schneiden und untertiteln wir mit EDIUS auch die Interviews mit den Künstlern, die wir jeweils während der Konzertpause in den Live-Übertragungen streamen“.

Trailer
BU: Auch Trailer, Interviews und Social Media Inhalte werden mit EDIUS produziert

Es wird also viel produziert und entsprechend viele Projekte müssen bearbeitet und als Masterdateien ausgegeben werden. Um die Renderzeiten bei der Ausgabe der Dateien noch weiter zu reduzieren, wurde der EDIUS-Workflow um einen XRE-Transcoder Server erweitert. Damit konnte die Produktivität nochmals gesteigert werden, denn die Berechnung und der Export von Dateien geschieht nun komplett auf dem XRE-Transcoder Server. Franke: „Unsere EDIUS-Schnittplätze stoßen diesen Vorgang nur an und stehen dann unmittelbar für weitere Schnitt-Aufgaben mit voller Performance zur Verfügung.“

Als das Leitungsteam der Berliner Philharmoniker das Konzept der „Digital Concert Hall“ vor rund 15 entwickelt hat, hatten die Manager ganz sicher nicht vor Augen, wie hilfreich diese digitale Bühne auch vor dem Hintergrund einer globalen Pandemie einmal sein würde. Denn damit gelang es den Philharmonikern, manche Einschränkung der Corona-Krise zu überwinden und den Kontakt zu seinem Publikum zu halten und noch zu intensivieren.

Verlässlichkeit und Performance

Dazu Christoph Franke: „Wir haben über die letzten 15 Jahre einen Abonnentenstamm von über 70.000 Kunden aufbauen können. Darunter befinden sich viele private Musikliebhaber aber auch viele Institutionen, wie zum Beispiel Akademien und Musikschulen weltweit. Dafür sind wir sehr dankbar.

Ein wichtiger Baustein dieses Erfolgs ist die Verlässlichkeit und die Performance unserer Mastering-Anwendungen und kreativen Tools, wozu EDIUS seit dem ersten Tag gehört.“

Anmerkung: Die Abbildungen stammen aus einem EDIUS-Anwender-Portrait, das magic multi media anlässlich der Veröffentlichung von EDIUS X über die Arbeit des Media-Teams der Berliner Philharmoniker produziert hat. Sie finden in Kürze den Beitrag mit vielen zusätzlichen Informationen unter folgenden LINK.

Über die Produktion von Zeichentrickanimationen gelangte Przemek Petryszyn zu TV-Sportreportagen und gründete dann einen eigenen Fernsehsender, der heute mit über vier Millionen Abonnenten zu Polens führenden Lifestylekanälen zählt. EDIUS war von Beginn an dabei und bildet auch noch heute den Kern und die Grundlage aller Aktivitäten.

Przemek Petryszyn und EDIUS verbindet eine lange Geschichte. Schon vor mehr als einem Jahrzehnt hatte der heute 42-jährige sich bewusst für EDIUS entschieden. Und dies, obwohl Przemek Petryszyn damals noch keine Videofilme produzierte. Przemek Petryszyn lebt und arbeitet in Bielsko-Biała im Süden Polens nahe der tschechischen Grenze. Viele berühmte Animationsfilme sind in Bielsko-Biała entstanden.

Przemek Petryszyn CEO

Przemek Petryszyn, Gründer und  CEO von “Active Family”

„Mein Vater arbeitete bereits in dieser Branche und auch mir machte die kreative Zusammenarbeit mit den Animationskünstlern viel Freude“, erläutert Przemek Petryszyn seinen Weg zu EDIUS. Mitunter problematisch war allerdings damals wie heute die Technik, denn die Künstler lieferten ihre handgezeichneten Animationen in den verschiedensten Dateiformaten und Codecs an. „Wir haben Schnittprogramme wie den AVID Media Composer, Apple Final Cut und Adobe Premiere Pro intensiv getestet. Aber diese Programme haben weder die benötigten Dateiformate unterstützt, noch dazu stürzten sie immer wieder ab“ erinnert sich Przemek Petryszyn.

„Wir konnten uns keine Verzögerungen oder gar Ausfälle erlauben“

Petryszyn und sein Team belieferten Agenturen mit Animationen für TV-Werbe-Commercials. „Wir hatten feste Terminvorgaben und konnten uns bereits damals keine Verzögerungen oder gar Ausfälle erlauben. Nachdem wir auf EDIUS umgestiegen sind, hatten wir exakt die Plattform mit der gewünschten Kombination aus Performance, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit.“

Mit EDIUS gewann Przemek Petryszyn zudem eine perfekte Übersicht über den aktuellen Status der Projekte. In der unteren von drei Spuren befand sich jeweils der Storyboard-Entwurf. In der Spur darüber wurden die zugelieferten Clips der Künstler angeordnet. „Und dies ohne jede Konvertierung, denn EDIUS verarbeitete schon damals nahezu jedes Format nativ“ berichtet Przemek Petryszyn. In der Spur 3 darüber lag schließlich das finale Ergebnis zum Datei-Export.

„Dies war ein absolut perfekter Workflow und wir haben damit sehr erfolgreich arbeiten können. Um das Jahr 2013 geriet der Animationsmarkt in Polen allerdings in eine tiefe Krise. Umso populärer wurde damals die Berichterstattung rund um Freizeitsportarten wie zum Beispiel das Nordic Walking. Bot sich hier ein neuer Markt mit neuen Chancen? Przemek Petryszyn: „Es war zeitlich sehr aufwendig, die Animationen zu erstellen. Ich war damals 30 Jahre alt und wünschte mir ein Medium, mit dem wir schneller zu einem Ergebnis kommen konnten. Wir investierten in unsere erste Kamera, damals war es die Sony FS-100, und begannen eigene Berichte zu produzieren. Zusätzlich bereiteten wir eine Demo für einen Fernsehkanal vor weil die Rückmeldungen so positiv waren.“

Gründung des TV Kanals „Active Family“

Diese Sportreportagen waren tatsächlich derart erfolgreich, dass Przemek Petryszyn schon nach kurzer Zeit einen eigenen Fernsehsender gründete. Ursprünglich als „Family Sport“ gegründet und vor kurzem umbenannt in „Active Family“ ist der Kanal in Polen sowohl im Kabelnetz in HD-Qualität als auch via Satellit in SD verfügbar.

Heute ist der Kanal einer der führenden polnischen Pay-TV-Lifestyle-Channels und zählt über vier Millionen Abonnenten. „Active Family“ bietet in seinem Programm sowohl internationale Shows und Dokus, die in Lizenz eingekauft und für den polnischen Markt aufbereitet werden. Das besondere Highlight von „Active Family“ sind aber zwei jeweils einstündige Daily-Talkshows, die Przemek Petryszyn komplett in Eigenregie produziert.

In der Show „Moontalk“ stellen Prominente und Schauspieler aktuelle Film- und Theaterprojekte vor. Bei der zweiten Eigenproduktion „Wielkie Oczy“ („Große Augen“) geht es um Rekorde und Superlative aller Art.  Auch hier führt ein Host im Gespräch mit Gästen und Prominenten durch die Sendung.


Zwei Tage Show-Aufzeichnung ergeben 600 Gigabyte an Material

An zwei aufeinander folgenden Tagen werden in Warschau jeweils vier Folgen einer Show pro Tag aufgezeichnet. Dass die Shows grundsätzlich ohne Publikum aufgezeichnet werden, hat sich während der Corona-Pandemie als ein großer Vorteil erwiesen. Wenn der Terminplan dies zulässt, begleitet Przemek Petryszyn die Produktion vor Ort in Warschau und fährt schließlich ausgerüstet mit rund 12 Speicherkarten zur Bearbeitung zurück ins Studio in das rund 300 Kilometer entfernte Bielsko-Biała.

„Wir zeichnen die Shows mit vier Panasonic S1 in UHD Qualität auf. Insgesamt sind dies 600 Gigabyte an Material, die wir auf den Schnitt-PC umkopieren. Danach beginnt die Bearbeitung mit EDIUS 9.5 als Multicam-UHD-Projekt im Proxy-Modus. Przemek Petryszyn erläutert: „Wir freuen uns schon sehr auf die erweiterten Möglichkeiten von EDIUS X, sodass wir unter anderem die Proxy-Dateien dann vermutlich gar nicht mehr benötigen“.

Während der Laufzeit der aktuellen Staffel möchte Przemek Petryszyn EDIUS 9.5 allerdings noch beibehalten, um jedes Risiko einer Störung auszuschließen. Und tatsächlich ist Przemek Petryszyn sowohl vom Workflow als auch von den Features und der Stabilität bereits von EDIUS 9.5 rundum überzeugt.

Przemek Petryszyn: „EDIUS ist sehr einfach zu erlernen und überzeugt durch seine Logik. Wenn jemand von einem anderen Schnittprogramm kommt, dann sollte er oder sie überhaupt kein Problem haben, mit EDIUS sehr schnell effektiv zu arbeiten.“

Derzeit verfügt „Active Family“ über zwei EDIUS-Schnittplätze. Davon ist ein Platz zugeschnitten auf die Bearbeitung der zugekauften Shows. Hier werden sowohl polnische Voice-Overs hinzugemischt als auch aktuell populäre Musik.

„Mit EDIUS macht mir der Schnitt und die Postproduktion noch immer große Freude“

Auf dem zweiten Schnittplatz werden die beiden Eigenproduktionen bearbeitet. Przemek Petryszyn erklärt: „Ich erledige den Schnitt und die Bearbeitung selbst, denn mit EDIUS macht mir der Schnitt und die Postproduktion noch immer große Freude. Für die Bearbeitung einer kompletten Sendung von netto 42 Minuten unterteilt in drei Segmente (durch die Werbeblöcke ergeben sich insgesamt 60 Minuten Sendezeit) benötige ich etwa sechs Stunden Arbeitszeit inklusive Farbkorrektur, Audiooptimierung und Multicam-Schnitt.

Für die Audiobearbeitung verwenden wir den Izoptope Kompressor als EDIUS Plug-in. Mit nur minimalem Aufwand erreichen wir eine optimale Sprachverständlichkeit und einen gleichmäßigen Audiopegel. Wir arbeiten mit weiteren Audiospuren für die Einspielung von Musik und Audioeffekten wie Klatschen und Lachen. Um auch diese Tracks schnell und komfortabel auszusteuern, nutze ich sehr gerne den übersichtlichen Audiomixer.



Die hochwertige UHD-Aufzeichnung gibt uns ausreichend Spielraum für Korrekturen. Für Farb- und Helligkeitskorrekturen verwende ich den Filter ‚Primäre Farbkorrektur‘. Damit lassen sich abweichende Farbstimmungen der vier Kameras schnell und intuitiv aneinander angleichen. Auch die Belichtung lässt sich mit diesem Filter nachträglich optimal korrigieren.

„Unser wichtigstes Kreativ-Werkzeug“

Ich arbeite besonders gerne mit den EDIUS-Shortcuts, denn dies erlaubt einen sehr effektiven und schnellen Workflow. Dazu zählt auch die Möglichkeit, im Multicam-Projekt per Tastatur von einer Kameraaufzeichnung auf eine andere Kamera während der Wiedergabe in Echtzeit umschalten zu können.

Dieses ‚Live-Switching‘ gibt einem das Gefühl wie in einer Senderegie zu arbeiten und ermöglicht ein sehr spontanes Arbeiten. Und sollte ein Umschnitt einmal nicht auf den Punkt sitzen, können wir das später durch Verschieben der Marker auf der Timeline noch problemlos feintunen.“

Per Batch-Export werden die drei Segmente einer Sendung als HD-Dateien im MXF-Format ausgegeben. „Auch hier freuen wir uns, dass der Export mit EDIUS X im Hintergrund erfolgen kann, während wir mit EDIUS X bereits parallel die nächste Show bearbeiten können.“

Przemek Petryszyn hat mit seinem Kanal „Active Family“ weitere Zukunftspläne. Bald soll das Programm für Abonnenten auch via Internet abrufbar sein. Das Programmangebot soll noch weiter ausgebaut werden. Für die Bekanntgabe von Details sei es noch zu früh. Doch eines ist für den erfolgreichen Kanalbetreiber Przemek Petryszyn sicher: „EDIUS wird auch in der Zukunft unser wichtigstes Kreativwerkzeug bleiben!“

Zur Website von „Active Family“:  https://activefamily.pl/

Steven Fastook verantwortet als Senior Vice President of Technical and Commercial Operations den weltweiten Sendebetrieb von CNBC. Fastook hat den Einsatz bandloser Technologien vorangetrieben und den ersten vollständig digitalen Prozess bei CNBC geschaffen. Da Steven Fastook bereits als Cutter Erfahrungen sammeln konnte, weiß er aus erster Hand, wie entscheidend das Schnittprogramm für einen erfolgreichen Workflow ist. Trevor Francis von Grass Valley hatte die Gelegenheit, mit Steven Fastook über seine Erfahrungen mit EDIUS bei CNBC zu sprechen.


CNBC produziert eine große Menge an hochwertigem Content. Können Sie uns eine Vorstellung von der Größenordnung geben? Wie viel produzieren Sie an einem Tag?

Wir produzieren jeden Tag 15 Stunden an Original-Live-Inhalten. Dazu gehört auch unsere 19-Uhr-Sendung - die Nachrichten mit Shepard Smith, also 15 Stunden Live-Inhalte pro Tag. Ich habe etwa 50 Leute in meinem Redaktionsteam hier in den USA und etwa 20 bis 30 weitere weltweit. Und nur um dies in einen Kontext zu setzen: Für die Nachrichtensendung um 19 Uhr produzieren wir zwischen 50 bis 60 Elemente für nur eine Stunde.

Das ist alles sehr beeindruckend! Inwieweit hat sich die Covid-Pandemie auf die Bearbeitung und die Schnittplätze ausgewirkt?

Manches mehr, manches weniger. Aber alles hat sich stark verändert. So ist der Bedarf an Content tagsüber dramatisch gestiegen. Was ich mit „tagsüber" bezeichne, betrifft unsere Wirtschaftsberichterstattung. Als die Pandemie ausbrach, bewegten sich unsere Märkte dramatisch. Und wenn sich die Märkte dramatisch bewegen, dann müssen wir aktiv werden. Unsere Systeme wurden also durch die Pandemie-Situation maximal hochgefahren. Gleichzeitig arbeiteten etwa zwei Drittel unseres Redaktionsteams von zu Hause aus und nur ein Drittel hier vor Ort.

CNBC ist langjähriger Kunde von Grass Valley und ein überzeugter Anwender von EDIUS. Was schätzen Ihre Mitarbeiter am meisten an diesem System?

Ich komme sozusagen aus der Riege der Cutter, daher liegt mir dies sehr am Herzen. Mir gefällt das Layout; ich mag die Art und Weise, wie die Spuren verwaltet werden. Es ist sehr intuitiv, es ist sehr „clean“. Ich denke, das ist das beste Wort, das es beschreibt. Natürlich geht es um Geschwindigkeit. Geschwindigkeit ist für uns eine große Sache. Unsere Redakteure schätzen die Tatsache, dass wir an vielen Dingen zugleich arbeiten können. Wir haben einige Sendungen, die wir zeitlich shiften. Wir schneiden noch, während das Programm bereits auf Sendung ist. Die Geschwindigkeit und das Volumen, das wir bewegen können, sind für uns sehr wichtig.

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich 20 oder 30 Sekunden lang in einem Aufzug zusammen mit anderen Broadcast-Profis, die nichts von EDIUS wissen. Wie würden Sie die von EDIUS überzeugen?

Nun, mir gefällt, was der Claim behauptet, und ich habe so einen kleinen Aufkleber. Ich glaube, er befindet sich immer noch auf einem meiner Monitore. Darauf steht: "Edit anything", und ich glaube, der größte Vorteil ist die Tatsache, dass alles, was angeliefert wird, sofort und ohne Transkodierung auf der Timeline abgespielt und bearbeitet werden kann. Niemand lebt in einem Vakuum; jeder hat mit vielen Formaten zu tun. So ist das Leben. Und die Tatsache, dass wir alles unmittelbar für unseren Workflow verwenden können, ist wahrscheinlich das bedeutendste Feature.  

Wie würden Sie die Synergieeffekte zwischen EDIUS und STRATUS beschreiben?

Hunderte von Menschen arbeiten täglich mit unseren Systemen. Hunderte von Redakteuren arbeiten ebenfalls mit STRATUS. Die Producer können während der Pandemie redaktionelle Entscheidungen zur Auswahl des Contents an ihrem Schreibtisch oder zu Hause treffen und in einem Rohschnitt zusammenstellen. Die Cutter können den Rohschnitt übernehmen und erstellen daraus mit ihrem Know-how einen hochwertigen Beitrag. Das macht unsere Bearbeitung so effizient, denn wir warten nicht, wir sichten nicht. Stattdessen produzieren wir bereits großartige Bilder.

Heutzutage wird oft gesagt, dass das Editing völlig standardisiert worden ist, dass ein Schnittprogramm einfach nur ein Schnittprogramm ist, so wie eine Tastatur eine Tastatur ist und ich einen Roman auf einem Mac oder einem PC oder einem Tablet schreiben kann. Welchen Unterschied macht also EDIUS?

Es ist immer die Frage, was Sie kaufen und von wem Sie es erwerben. Ja, ich sehe, dass jetzt viele Lösungen auf den Markt kommen. Es gibt mehr Plattformen, als ich je zuvor in meinem Leben gesehen habe. Grass Valley hat mir viele Jahre lang gute Dienste geleistet. Es geht also nicht nur darum, was ich kaufe, sondern auch darum, von wem ich es kaufe. Und es ist nicht nur die Lösung an sich. Es ist auch das Know-how im Vertrieb, in der Produktentwicklung, im Support und in der Systemintegration.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke!